Textil, Keramik, Holz:
Hier entsteht Schönes und Gutes.

Gemeinsam mit echten Kunsthandwerker*innen.
Werkstattluft schnuppern. Ins Tun kommen.
In den praktischen Einheiten bekommen unsere Schüler*innen Einblick in reale Kunsthandwerke wie Keramik, Textilkunst oder Holzbearbeitung. In kleinen Gruppen tauchen sie in die Werkstattatmosphäre ein und arbeiten dabei an Werkstücken, die gerade jetzt für die Schule oder anstehende Märkte gebraucht werden, aber auch an eigenen Projekten. Dabei machen sie vielfältige haptische und experimentelle Erfahrungen und werden auf diese Weise immer vertrauter mit dem jeweiligen Material und mit allem, was es für den entsprechenden Kunsthandwerkerberuf braucht.
Doch die Werkstätten sind kein isolierter Teil unseres Schulbetriebs, der „neben“ dem Hauptunterricht stattfindet, sondern ist eng mit diesem verflochten.
Über den Werkstattbetrieb hinaus finden sich je eine Klassen- und eine Fachlehrkraft epochenweise als inhaltliches Team zusammen und arbeiten während dieser Zeit intensiv gemeinsam an dem jeweiligen Thema. Auf diese Weise begleitet die praktische Arbeit den Epochenunterricht künstlerisch, sodass das Thema nicht nur kognitiv verstanden, sondern ganzheitlich vertieft und mit allen Sinnen erlebbar wird.
Heute töpfern wir Tiere, die uns in der Tierkunde-Epoche besonders angesprochen haben. Oder wir schneidern römische Gewänder.

Pädagog*innen sind auch wie Gefäße oder Schalen:
Nimmermüde schenken sie jedem Kind Liebe, Energie und Verbundenheit mit der Welt.
Ich verbinde mich mit der Erde.
Durch den Ton. Er ist eine Masse reich an Möglichkeiten mit einer eindeutigen Wahrheit. Ein Charakter, der in der Lage ist, Eindrücke zu empfangen und abgeben.
Und schließlich, nach dem Trocknen, Glasieren und Brennen, kommt das wahre Resultat der reingegebenen Arbeit zum Vorschein. Im idealen Fall verkraftet das Gefäß alle vorherigen Arbeitsgänge und dient im Leben eines Menschen als Gegenstand des täglichen Gebrauchs, der Schönheit oder des Rituals.
Ich sehe Parallelen zwischen der Arbeit mit Ton und der Arbeit mit Kindern. Kinder sind formbar; jedoch in jedem Kind ruhen alle Fähigkeiten, Neigungen und die eindeutige Wahrheit ihres Individuums. Mit der Zeit und dem Kontakt zu den Pädagog*innen, Eltern und der Umwelt entfaltet sich ihre Teilhabe an der Welt. Sie werden auch das Leben eines anderen Menschen, vielmehr unsere Welt, bereichern wie ein schönes Gefäß.






